Die Lernfabrik

Was steckt hinter einer neuen Technologie? Was haben die Kolleginnen und Kollegen der Fertigung davon? Die besten Antworten gibt es durch Anschauung, Ausprobieren, Austausch. Eigens dafür wurde bereits am 5. Dezember 2018 in Hamburg die „Learning & Exploration Factory“, kurz LEF, eröffnet.

Die Lernfabrik in Haus 20 bietet 300 qm Fläche für Lernen und Erfahrung. Das Ziel war es einen Raum zu schaffen, in dem sowohl Kolleginnen und Kollegen aus den Hallen als auch aus den Büros neue Technologien ausprobieren und direktes Feedback geben können. Diese Rückkopplung hilft dem gesamten Unternehmen, Technologien nutzergerecht zu entwickeln, und sie fördert die Akzeptanz für Neuerungen.

Die Lernfabrik ist Teil des Projektes HR 4.0, das sich mit Digitalisierung und zukünftigen Arbeitswelten beschäftigt, und basiert auf einer Airbus-Gesamtbetriebsvereinbarung, die für alle Beteiligten wichtig ist, um zu experimentieren und dient auch als Plattform, um die Mitarbeiter in Themen einzubeziehen, die mit Digitalisierung am Standort zusammenhängen. Der Mitarbeiter soll so kennenlernen, wie der Arbeitsplatz von morgen möglicherweise aussehen könnte.

Künftig sollen fertigungsbezogene Projekte u. a. aus dem Werk, der Endlinie, dem Engineering und aus dem Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) direkt vor Ort, im Herzen des Werks, den Kollegen aus allen Bereichen nahegebracht werden. Wie das aussehen könnte, zeigte der Marktplatz zur Eröffnung. Dort wurden zwölf Innovationsprojekte präsentiert, darunter beispielsweise der Materialfluss mit teilautonomen Transportfahrzeugen oder der Aufbau eines Training-Centers zum Umgang mit Robotern und Automatisierung für alle Mitarbeiter – vom Azubi bis Produktionsmanager, die täglich mit Automatisierung zu tun haben (werden).

Die LEF schlägt eine Brücke zwischen dem, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Forschung und Entwicklung an neuen Technologien auf den Weg bringen, und den Mitarbeitern, die die Systeme am Ende anwenden werden. Beide Seiten profitieren so von dem Austausch. Darüber hinaus ist es für R&D-Projekte wichtig, ein produktionsnahes Feedback zu erhalten, und die Kollegen der Fertigung das Knowhow der Ingenieure nutzen, um eigene Ideen umzusetzen.

Durch den direkten Austausch sollen zudem Ängste und Vorurteile vor neuer digitaler Technik verringert werden. Dabei haben die Mitarbeiter meist nichts dagegen, sich zu verändern, es Ihnen aber wichtig, das alle Kollegen frühzeitig einbezogenen und mitgenommen werden. Denn nur wer mitdiskutieren und seinen Teil beisteuern kann, ist offen für Veränderung.