Sozialpartner im Fokus: Digitale Transformation und ihre Auswirkungen

Stimmen der IG-Metall zu Industrie 4.0

Im Rahmen des Projekts "Factory of the Future" ist die IG Metall als Sozialpartner in seiner zentralen Rolle gefragt, um Technik- und Arbeitsgestaltung gemeinsam und nachhaltig zu denken. Fragen zu Beschäftigungsverhältnissen, Arbeitnehmerschutz und Mitbestimmung begleiten den Prozess. Hier stellen wir Ihnen Ansätze, Projekte und Stimmen der IG Metall zum Thema Industrie 4.0 vor.

Der Weg in die Digitalisierung – der Weg in eine schöne, neue Arbeitswelt? 

Seit Anfang 2012 engagiert sich die IG Metall im Arbeitskreis Industrie 4.0, um positiv auf die neue Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung einzuwirken. In dem im Jahr 2015 erschienenen Buch „Arbeit 4.0“  beschreibt der ehemalige IG Metall Vorsitzende Detlev Wetzel wie die Arbeitswelt durch Digitalisierung grundlegend verändert wird. Von der umfassenden Vernetzung der Produktion erhoffen sich Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft eine Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sowie die Erschließung neuer Absatzmärkte. Doch mit der „vierten Revolution“ wird auch eine umfangreiche Reihe von Tätigkeitsfeldern entfallen. Was genau bedeutet dies für die betroffenen Arbeitnehmer? In einer sich immer schneller entwickelnden Wirtschaft wird von Arbeitnehmern eine zunehmende Flexibilität erwartet, denn immer kürzere Innovationszyklen und neue Technologien erfordern eine permanente Weiterentwicklung von Kompetenzen der Beschäftigten. Da gut qualifizierte Arbeitnehmer bessere Chancen haben als Personen mit geringerem Ausbildungsniveau, müssen von der Schule bis zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung alle Anstrengungen unternommen werden, um die den Anforderungen entsprechenden Qualifikationen zu garantieren. Darüber hinaus muss auch eine stetige Weiterbildung ermöglicht werden.  

Das Weißbuch Arbeiten 4.0 als erster Ansatz zum Arbeiterschutz 

Das von der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles vorgestellte Weißbuch Arbeiten 4.0, an dessen Entstehung auch Betriebsräte und Experten der IG Metall mitgearbeitet haben, beinhaltet erste Vorschläge zur Gestaltung einer sicheren und gerechten Arbeitswelt, die alle Beschäftigtengruppen in die digitale Arbeitswelt integriert. So schlägt das Weißbuch unter anderem auch eine schrittweise Umwandlung der Arbeitslosenversicherung zu einer Arbeitsversicherung vor, die auf drohender Arbeitslosigkeit mit Fortbildungsberatung und Förderung reagiert.

Interview mit Constanze Kurz zum Thema „Arbeiten in der Industrie 4.0“ 

Dr. Constanze Kurz, die bis vor kurzem das Ressort „Zukunft der Arbeit“ der IG Metall geleitet hat und nun zur Robert Bosch GmbH gewechselt ist, betont in einem Interview ebenfalls die Bedeutung der Chance auf Weiterbildung und merkt an, dass Technik- und Arbeitsgestaltung zusammengedacht werden müssen: um Arbeitsabläufe anzupassen, Gestaltungsspielräume für die Beschäftigten zu nutzen und so die Arbeit besser, interessanter, verantwortungsvoller werden zu lassen. 

Stimmen der IG Metall zu Industrie 4.0

Christiane Benner, zweite Vorsitzende der IG Metall zu „Arbeit 4.0“

Ein Interview im Rahmen des VDMA Kongress Arbeit 4.0 „Alles bleibt anders“

Die IG-Metall erklärt Industrie 4.0

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Betriebslandkarte Industrie und Arbeit 4.0

Entwickelt wurde die Betriebslandkarte durch die IG Metall Bezirksleitung NRW. Sie zeigt Entwicklungen in Richtung Industrie 4.0. Eingesetzt wird sie bisher in acht Betrieben  des Spitzenclusters »it`s OWL« (Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe). Über farbliche Abstufungen lässt sich für jeden Funktionsbereich auf der Betriebslandkarte zeigen, welcher Grad an Selbststeuerung und Vernetzung in den Unternehmensprozessen bereits besteht.

Unser Ziel ist, die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen, um den Mensch in den Mittelpunkt zu stellen.
Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall

Eine Reise in die Zukunft der Arbeit

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Industrie 4.0 Modebegriff – verheißungsvolle Zukunft oder schöne neue Welt? (Detlef Gerst, Vorstand IG Metall)

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